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Jazz
Dance
Jazz
Dance hat seine Wurzeln in Afrika. Er war Ausdruck für die Unterdrückung und
die eigene Kultur der afroamerikanischen Bevölkerung und entwickelte sich aus
dem Rhythmus- und der Bewegungskultur des schwarzen Amerikaners. Er ist eine
Synthese aus den Tanzrichtungen der Weißen (Ballet und Modern) und des
afrikanischen Tanzes. 1915 tauchte zum ersten mal der Begriff Jazz-Musik und
Jazz-Dance auf. Das Hauptwort gab es aber schon länger und bedeutete im
Ursprung: Kraft, Heftigkeit und ekstatische Erregung. 1940 hatte Jazz Dance
seinen großen Durchbruch als Bühnenkunstwerk und 1945 wurde er zum ersten mal
in Europa unterrichtet. Heute gehört Jazz Dance zu jeder Ausbildung eines
guten Tänzers dazu.
Jazz
Dance kommt aus dem Bauch und ist durch Choreographien wie „West Side
story“ in Europa beliebt geworden. Er kam aus dem Volk und kommt aus dem
Volk, daher ist er emotional, sinnlich, spritzig, lebendig, verrückt und wird
immer wieder neu kreiert. Er ist ständig im Wandel durch seine Lehrer und
Choreographen.
Das
charakteristischste Merkmal ist die Isolation der einzelnen Körperteile. Die
Polyzentrik (= durch Isolierung einzelner Körperteile entstehen mehrere
Bewegungszentren, die unabhängig von einander rhythmisch und räumlich bewegt
werden können) und die Polyrhythmik (=einzelne Körperteile zu
unterschiedlichen Rhythmen bewegen) sind wichtige Bestandteile davon. Jazz
Dance ist Power und Erotik zugleich, er verbindet herausfordernde Technik und
individuellen Freiraum. Durch seine blitzartigen Drehungen, plötzlichen
Stopps, faszinierenden Sprünge, seine lässige Art in andere Rhythmen
hineinzutanzen, seine Gegenbewegungen, Akzentverschiebungen und rhythmische
Variationsbreite wird der Jazz Dance nie langweilig.
Im
Gegensatz zum Ballet strebt Jazz Dance eher zum Boden, er verfügt aber auch über
ein festes System, in dem die Schüler nachahmen und wiederholen und dadurch
komplizierte Kombinationen erlernen.
Durch
Jazz Dance können Schüler/innen ihre Bewegungsmuster erweitern, bewusste und
differenzierte Erfahrungen mit dem eigenen Körper machen, die Ausdrucksmöglichkeiten
ihres Körpers kennen lernen und einsetzen, Erfahrungen mit dem Gleichgewicht
des Körpers erwerben und einzelne Muskelgruppen gezielt anspannen und
entspannen
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